Remember How To Forget (in Anlehnung an Hans Bernhard Reichows `Autogerechte Stadt` und die `Greenbox`)/ Brückentag, 2012

Dear Garage exhibition no.2
(Jägerzaun, Fototapete, Rampen, Teppich, Seil)

Die Brücke aus Jägerzaun gefertigt, bildet einen Durchgang vom Außen- zum Hinterraum der Garage. Die Garage selbst ist nicht betretbar, sondern bloß ein Transitraum. Der Durchgang spielt zum einen auf Präsentationsformen in zoologischen, bzw. historischen Museen an, in denen man an Absperrungen vor den z.B ausgestopften Tieren oder Nachbildungen von Menschenaffen entlang wandert. Zum anderen reflektiert die Arbeit die Erwartungen des Betrachters, die bei einem Besuch einer Ausstellung oder bei der räumlichen Annäherung an eine künstlerische Arbeit aufkommen. „Remember How To Forget (in Anlehnung an Hans Bernhard Reichows `Autogerechte Stadt` und die `Greenbox`)/ Brückentag“ ist kein Ort zum Verweilen. Man geht, im wahrsten Sinne, durch die Arbeit hindurch und landet entweder draußen oder drinnen. Das Verhältnis von Brücke zum Raum ist ungleich - die Brücke bildet einen schmalen Weg, während der grössere Teil des Raumes unbegehbar bleibt. Die Konstruktion ist an Reichows „Autogerechte Stadt“ angelehnt, in dessen Stadtbauplan Fußgänger als Konsequenz deutlich weniger Platz finden als das Auto und umständliche Über- oder Unterirdische Wege im Stadtraum passieren müssen. Der Garagenraum verwandelt sich in eine bühnenbildähnliche Situation, bei der der Besucher Passant und Akteur ist und sein Gehen selbst die Aktion im Bild ist. Die grüne Projektionsfläche bleibt frei, leer und offen für alles.

 

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