Kein schöner Land. Following the hedges., 2010

(Lebensbaum, Gartenscheren)
300 x 180 x 600 cm

Bei „Kein schöner Land. Following the hedges.“ durften Besucher des art-campus auf der Art Cologne eine Hecke aus Lebensbaum frei beschneiden. Heckenscheren dienten dafür als Werkzeug.
Der Titel setzt sich aus dem deutschen Volkslied „Kein schöner Land“, und dem Song „Silent Hedges“ der britischen Dark-Wave-Band Bauhaus zusammen. Beide Lieder erzählen von Stabilität, Frieden und Freiheit. „Silent Hedges“ bezieht sich auf den Roman „Brave New World“ von Aldous Huxley und thematisiert Schein und Unsicherheit innerhalb von Systemen, während der Text von Wilhelm von Zuccalmaglio vom Idealbild über das Vertrauen und der Hoffnung erzählt.
Die Hecke, konventionell beschnitten, funktioniert als Grenze und Abtrennung zur nächstliegenden Umgebung. So entpuppt sich die „natürliche“ Hecke in unserer Gesellschaft als instrumentalisierte Naturerscheinung. Sie zeigt sich als ein traditionell und kulturell verankertes Phänomen, dass sich linienförmig durch die Landschaft zieht und Territorialgebiete entstehen lässt.
Ihre Wahrnehmbarkeit verändert sich im Laufe der Messe ständig - zwischen typischem Messe-Pflanzen-Accesoir, Ausstellungseinheit für Messen und Kunstobjekt. Die aufgestellte Hecke wird zum Teil der Untersuchung der Verhältnisse. Durch den kontinuierlichen Beschnitt zeigt der Zustand der Hecke zwischenzeitlich eine Art Schriftzug, o.ä.. Nach vier Tagen Messe wurde die Hecke durch das Eingreifen nahezu verstümmelt.
Die Pflanzen wurden nach der Art Cologne am Rhein ausgesetzt.

 

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