Ohne Titel (Wirtschaftswunder), 2012

Dear Garage exhibition no.4
(Blechgarage, Paletten, Gitterboxen, Holz)
280 x 350 x 530 cm

In unserer Vorstellung stand die Garage bis jetzt in Innenhöfen. Manchmal auch vereinzelt, in Reihen gegliedert, in Häuser integriert oder zu kompletten „Siedlungen“ arrangiert. Die Garagen integrieren sich autonom in die urbane Stadtlandschaft und beanspruchen gleichzeitig enormen Raum für sich. Auf dem Festplatz in Mülheim steht die Garage auf einem „Sockel“ aus Gitterboxen, mit hölzernem Zugang aus Paletten und fungiert als Aussichtsplateau. An ihrer Rückwand wurde ein Fenster herausgetrennt, welches den Blick auf den Rhein und das gegenüberliegende grüne Ufer richtet. Die Einzelgarage, im öffentlichen Raum, auf dem Mülheimer Festplatz zu platzieren thematisiert für mich grundlegend die passive Raumnutzung im begrenzten städtischen Raum. Der Bau der Garage auf einem Platz der als öffentlicher Versammlungs- und Aufenthaltsraum genutzt wird und auf dem zeitweise Veranstaltungen, wie Jahrmärkte, Trödelmärkte und Schützenfeste stattfinden - reiht sich in gewisser Weise in diese Attraktionskette ein, wobei sie nicht mehr zeigt als sich selbst und entleerten Raum. Als freigestellte Form auf dem Platz konfrontiert sie mit Ihrer Anwesenheit - Ihre Präsenz ist nicht zu übersehen. Es soll aufmerksam gemacht werden auf den Zusammenhang des Menschen zu seiner konstruierten Umwelt. Die Garage bildet hier Formen und Abbilder von Bunker, Baustelle, Käfig, Zelle, Schrebergarten und Aussichtsplateau. Der gerahmte Ausblick fokussiert den Blick auf Natur, Licht und Dauer. Gleichzeitig schirmt die Garage aber auch von seiner Umgebung ab und behandelt so das Thema der Isolierung im städtischen Raum. Isolierungs- und Immobilisierungseffekt wurden von der aufgestellten DEAR GARAGE IMMOBILIEN- Hinweistafel beschrieben.

 

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